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Jerg Ratgeb Skulpturenpfad - Ein Herrenberger B├╝rgerprojekt

Liebe Besucherinnen und Besucher,

auf den Jerg Ratgeb Skulpturenpfad sind wir Herrenberger stolz! Er erinnert an den Sch├Âpfer des bedeutenden Altarswerks aus dem fr├╝hen 16. Jahrhundert, das f├╝r die Stiftskirche geschaffen wurde und den Namen unserer Stadt tr├Ągt.

Heute z├Ąhlt der Herrenberger Altar zu den bedeutendsten Kunstwerken der Staatsgalerie Stuttgart. Jerg Ratgeb und sein Werk stehen f├╝r einen wichtigen Abschnitt der Herrenberger Geschichte. Der Skulpturenpfad hat den Anspruch, Geschichte und Gegenwart miteinander zu verbinden. Zeitgen├Âssische K├╝nstler waren aufgefordert, sich mit dem Thema ÔÇ×RatgebÔÇť zu besch├Ąftigen, und es wurden herausragende plastische Kunstwerke geschaffen, die jetzt auf 21 Positionen zug├Ąnglich sind. In fast gerader Linie vom Bahnhof bis zum Schlossbergturm reiht sich Werk an Werk, das n├Ąchste vom gerade betrachteten schon sichtbar.

Dieses anspruchsvolle Vorhaben ist ein Mitmachprojekt. Von Anfang an haben sich B├╝rger Gedanken gemacht, Standorte festgelegt, Mittel eingeworben und f├╝r die Aufstellung gesorgt. Ohne diese Eigenleistungen w├Ąre eine Verwirklichung nicht m├Âglich gewesen. Stellvertretend f├╝r alle Aktiven danken wir dem Sprecher und der Sprecherin der Gruppe Walter Grandjot und Stephanie Brachtl, sowie Stefan Heinrich, der sich f├╝r die technische und digitale Konzeption und Realisation verantwortlich zeigte, dem Kurator Prof. Dr. Helge Bathelt und der Projektpatin Elena Hocke M.A. f├╝r die in drei Jahren geleistete Arbeit. Unser Dank gilt ebenso den Spendern und Sponsoren, die durch ihre finanzielle Unterst├╝tzung dieses einmalige Vorhaben Wirklichkeit werden lie├čen.

Thomas Spri├čler
Oberb├╝rgermeister


Kunst f├╝r alle ÔÇô gut vermittelt

ÔÇ×Nach vielen ausw├Ąrtig kuratierten Projekten nun die Verwirklichung einer Herzensangelegenheit, n├Ąmlich Ratgeb in unserem Herrenberg wirklich heimisch werden zu lassen und nicht nach dem Motto zu verfahren: ÔÇ×Nicht erw├Ąhnt ist genug bedachtÔÇť. Gute Gef├╝hle an alle die in der B├╝rgergruppe mitgemacht und an die K├╝nstlerfreunde, die sich dem Thema in so vorz├╝glichen Beitr├Ągen gewidmet haben.ÔÇť

Prof. Dr. Helge Bathelt M.A.
Kurator


Kunst f├╝r alle ÔÇô gut vermittelt

Als kommunales Weiterbildungszentrum f├╝r Herrenberg und das Obere G├Ąu steht die Volkshochschule Pate f├╝r den Jerg Ratgeb Skulpturenpfad. Zur Popularisierung dieses kulturellen Highlights der Stadt Herrenberg hat sie ein Vermittlungsprogramm konzipiert. In diesem Rahmen folgte etwa bereits das Kunsthistorische Institut der Eberhard Karls Universit├Ąt T├╝bingen der Einladung nach Herrenberg. Anhand der zeitgen├Âssischen Skulpturen herausragender K├╝nstlerinnen und K├╝nstler gew├Ąhren u. a. zielgruppenspezifische F├╝hrungen Einblicke sowohl in die Entstehung des Pfades als auch in die Historie der Bauernkriegszeit und das bewegte Leben und Werk Jerg Ratgebs. Hierzu laden wir Sie herzlich ein!

Elena Hocke M.A.
Projektpatin


Wie denkt ein Webmaster ├╝ber Kunst?

Die Erfindung der Druckerpresse mit beweglichen metallenen Lettern Mitte des 15. Jahrhunderts legte die Grundlagen der heutigen Wissensgesellschaft. Luthers Bibel├╝bersetzung trug entscheidend bei, dass die Bauern ihre Forderungen gegen├╝ber Adel und Klerus formulieren und begr├╝nden konnten. Im Prinzip gr├╝ndet sich seitdem der gesamte Verlauf der Geschichte auf die Macht des gedruckten und millionenfach vervielf├Ąltigten Wortes. Wobei das Buch Segen und Fluch zugleich ist: ob Goethes Faust oder Hitlers Mein Kampf, dem Druckwerk ist sein Inhalt egal.

Der manipulativen Gewalt des gedruckten Mediums kann nur mit vielf├Ąltiger "Alternativ-"information entgegnet werden. Der Skulptur als Medium  kommt dabei eine ganz entscheidende Eigenschaft zugute: sie vermittelt ihre Botschaft ├╝ber ihre k├Ârperliche Pr├Ąsenz und den Kontext des Standortes.  Im Gegensatz zum eindimensionalen Lesen vorgegebener Inhalte be"greift" der Betrachter die Skulptur mit seinen Sinnen. Die Informationen m├Âgen unscharf sein, aber der Kopf setzt aktiv die Sinneseindr├╝cke zu seinem ureigensten gedanklichen Werk zusammen. Die Kreativit├Ąt des K├╝nstlers, der das Kunstwerk erschaffen hat, ├╝bertr├Ągt sich auf den Betrachter.

Jede bildliche Kopie eines Kunstwerkes kann und darf die Phantastik des Originals nicht beeinflussen geschweige denn ├╝berdecken. In diesem Sinne ist diese Homepage entstanden. Auf die in der aktuellen Homepage-Schwemme ├╝blichen visuellen Effekte und Gimmicks habe ich gr├Â├čtenteils verzichtet - im Mittelpunkt steht nicht "innovatives Design" sondern informelles Auftreten in ruhiger Optik. Das verwendete CMS ProcessWire erlaubt mir maximale Freiheit bei der Gestaltung der Homepage, unbelastet durch vorgegebene Skripte und Vorlagen. Die Gestaltung machte mir viel Freude, und mit ein bisschen Stolz kann ich feststellen, auch etwas am Rande "k├╝nstlerisch" beigetragen zu haben.

Zum Zweck besserer Lesbarkeit habe ich stellenweise auf die geschlechtsspezifische Ausdrucksweise verzichtet.

Martin Dietze
Webmaster




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